„Die Talentshow 2“ in der Friedrich-Ebert-Halle

01.12.2018

800 Schülerinnen und Schüler, Eltern Freunde und Ehemalige des Niels-Stensen-Gymnasiums kamen am Donnerstag Abend in die Friedrich-Ebert-Halle in Harburg, um der zweiten Ausgabe der „legedären“ Talentshow von Ansgar Borchert und Alexander Schulze beizuwohnen.

Dass „Die Talentshow 2“, was Länge und Ausstattung angeht, episch angelegt sein würde, war schon nach wenigen Sekunden der Eröffnungsszene klar - zu den Klängen aus Kubrick „2001: A Space Odysee“ wurde symbolisch die Bühne von einem Astronauten mit einer schlichten goldenen „2“ - Flagge in Besitz genommen.

Mit voller Energie starteten die Moderatoren Ansgar und Alexander einen durchdachten Potpourri aus überbordenden Verkleidungen und Maskeraden in deren Verlauf Sie unter anderem „Gangnam“-Style in Perfektion ablieferten, sich die „Kleider vom Leib rissen“ und um die Wette tanzten, um schliesslich in knappen Lederröcken und rosa Oberteilen weiter zu moderieren. Diesen kurzweiligen Volldampfverwandlungen hätte man gerne noch länger zugeschaut. Aber letztlich kostet soetwas ganz schön Puste und auch die Requisiten wurden wie am Fliessband „verheizt“. Sehr professionell agierten die BühnenhelferInnen in schwarz, die mal Stühle rein- und raustrugen, mal einen Vorhang hielten, hinter dem sich die Akteure umzogen. Danach wurde Herr Lucas auf die Bühne gebeten, er übernahm den Jurorenjob. Fachmännisch bewertete er die einzelnen Leistungen und hob die besonderen Vorteile der KandidatInnen hervor. In feinem Zwirn parierte er auch schwierige Fragen, wie z.B. die, wem er denn die Kreuze auf seinem Stimmzettel gegeben habe.

Paulina eröffnete, als „ältestes“ Talent, die Show mit „Love on the Brain“ von Rihanna. Paulinas Gesang zeichnete sich insbesondere durch eine grosse Bandbreite an Höhen aus. Die Jury lobte im Anschluss dieses Talent und fragte nach den weiteren Zukunftsplänen - die Sängerin hofft, ihre Begabung weiter ausbauen zu können, sagte sie.

Eric (der spätere Sieger des Talentwettbewerbs) auf die Frage nach der Stückauswahl: „… ja, nach dem ersten Stück, dachte ich würde das zweite gut passen, …“

Eric entpuppte sich als das „Wunderkind am Flügel“ - wer ihn nicht schon bei einer anderen Musikveranstaltung des NSG erlebt hatte, musste einfach überrascht und tief beeindruckt sein von seinem fehlerfreien und mit perfekter Dynamik gespielten Stück. Eric spielt schon seit 7,5 Jahren Klavier, wie er der Jury verriet.

Sarah wurde professionell von ihrem Vater am Flügel begleitet, und sang sich mit Adele tief in die Herzen der Zuschauerinnen und Zuschauer. Es war ein Auftritt hautnah am Original mit einem grossem emotionalen Faktor. Die Jury sagte nach ihrem Auftritt: „Adele wäre heute Abend, wenn sie hier gewesen wäre, sehr stolz auf dich.“

Rafaela überzeugte mit selbst am Flügel begleitetem wunderbaren Gesang auf hohem technischen Niveau. Sie erzählte, dass sie Gesangsunterricht nimmt und immer noch weiter an sich arbeitet. Schade, dass das Zuschauervotum nicht für eine Platzierung unter den ersten drei ausgereicht hat!

Yana und Sessil boten, assistiert vom kleinen Bruder Seyan, eine tolle, selbst entworfene Choreographie auf Inlinern dar. Das war sehr kurzweilig und schön anzuschauen.

Chris und Ema sangen den berühmten „Happy“-Song, begleitet von ihrer Musiklehrerin Frau Täschner. Die sehr schwer zu singenden, aber perfekt abgelieferten, dreistimmigen Partien wurden von einem Jurymitglied fälschlicherweise als „zweistimmig“ erkannt, was Schmunzeln im Publikum und heftigen Widerspruch von Frau Täschner auslöste. Auf die Frage, wann sie denn zu üben angefangen hätten, um solch eine Performance auf die Beine zu stellen, antworteten die beiden, dass es eigentlich garnicht so viel Zeit zum Üben gab, wegen der vielen Schulaufgaben!

Eine Gruppe von Lehrern unter der Leitung von Frau Kiermeyer überraschten mit einem echten Highlight, ausser Konkurrenz natürlich! Bereits während der Anmoderation war klar geworden, dass das Thema „Licht“ eine Rolle spielen würde. Die DarstellerInnen, abwechselnd in schwarz und weiss gekleidet, betraten nebeneinander aufgereiht, die vollkommen dunkle Bühne. Nur die weissen Kleidungsstücke leuchteten im Schein des Schwarzlichts. Scheinbar unmögliche Verrenkungen wurden jeweils synchron von 5 weissen Personen auf der Bühne dargeboten (zu so passenden Evergreens wie „The Wall“ von Pink Floyd). Schliesslich lüftete sich das „Geheimnis“ hinter den „unmöglichen“ Bewegungen: als sich einige handelnden Personen etwas weiter auseinander bewegten, wurde klar, das die „weissen“ Personen eigentlich jeweils zur Hälfte aus zwei verschiedenen Lehrern bestand. Das Publikum belohnte diese beeindruckende Darbietung mit einem sehr intensiven Beifall. Leider wurde vergessen einmal das Licht einzuschalten, so dass am nächsten Morgen in der Schule alle SchülerInnen fragten, welche LehrerInnen eigentlich dabei mitgemacht haben - soviel sei verraten: es waren 10 an der Zahl…

Zwischendurch bot der Tanzkurs von Frau Wagener eine perfekt einstudierte Choregraphie zu "The greatest Showman this is me". Besonders hervorzuheben: die liebevoll gestalteten individuellen Kostüme der einzelnen Mitwirkenden. Dieser Act war ebenfalls ausser Konkurrenz, so dass man leider nicht für ihn abstimmen konnte.

Das Musikprofil des S1 hatte sich ebenfalls eine Idee zum Thema Licht einfallen lassen: illuminierte Instrumente („ganz ohne youtube“). Jedes Instrument trug eine Lichterkette, durch die es auch im Dunkeln erkannt werden konnte, so sah man immer welches Instrument gerade spielte.

Rodothea hatte sich eine ihrer Lieblings Rap-Nummern herausgesucht und diese mit Bravour abgeliefert. Was vielen Zuhörerinnen und Zuhörern als leicht erschien, war in Wirklichkeit u.a. wegen des komplexen Timings und der Koordination mit den anderen Stimmen, eine extrem schwere Aufgabe. Hut ab vor dieser Leistung!

Maja sang eine melancholische Ballade auf polnisch. Es lag ihr sehr am Herzen dem Publikum die Berührtheit zu vermitteln, die dieses Lied bei ihr auslöst. Alexander berichtete danach, dass die Moderatoren während der Proben nicht wussten, wovon der Text handelt, weil sie ja kein Polnisch verstehen. Maja half dem Publikum indem sie einige Worte ins Deutsche übersetzte.

Fast ganz zum Schluss kamen unsere jüngsten Talente auf die Bühne (gab’s bei „Wetten das…?!“ früher nicht 'mal eine Regelung, dass nach 22 Uhr keine Kinder mehr auftreten dürfen…?!). Frida, Melanie und Keana, „die Mädchen ohne Knochen“ turnten „was das Zeug hielt“. Eine super Choreographie im Dreierpack! Die schwer beeindruckte Jury versuchte im Anschluss eine der gymnastischen Übungen nachzuturnen, was Alexander auch mit Hilfe von Ansgar fast gelang.

Während der Stimmenauszählung erzählte Herr Rademacher eine kleine Anekdote darüber, wie er als neu zugezogener Dortmunder in die Gemeinschaft der Hamburger aufgenommen wurde.

Schliesslich bekam Sieger Eric einen Präsentkorb überreicht, der so gross war, dass er ihn kaum tragen konnte. Den zweiten Platz machte Sarah und den dritten Thea - herzlichen Glückwunsch!

Die Dekoration aus Papierraketen und Planeten wirkte sehr harmonisch und sah nach viel Arbeit aus. Die professionell agierende Showband „PatMankyPark“ sorgte stets für reibungslose akustische Untermalung der Übergänge zwischen Moderation und Talenten. Auch die Technik funktionierte! Spontan wurden auf Anfrage der Moderation Lichter hoch und runtergedreht, um Publikumsreaktionen besser „ablesen“ zu können, und auch wenn am Anfang zwei oder dreimal das Funkmikrofon knisterte, so kam der Sound doch stets gut und laut rüber. Überall waren Schulsanitäter anwesend, erkennbar an ihren gelben Leuchtwesten und den Funkgeräten. Man fühlte sich einfach sehr, sehr sicher. Vielen herzlichen Dank für Euren Einsatz!!!

Aus der ehemals spontan entstandenen und durchgeführten ersten „Die Talentshow“ ist die „Die Talentshow 2“ geworden. Sie ist in Umfang, Ausstattung, Länge und Detailversessenheit gewachsen. Ansgar und Alexander sprachen zwar von „nass gewordenen Moderationskarten“, die somit nicht zur Verfügung standen. Aber das glauben wir ihnen nicht, der Ablauf war zu perfekt - so etwas muss man planen. Irgendwann zwischendurch stellten die beiden dem Publikum eine Frage: „würdet Ihr eine solche Show noch einmal besuchen?“. Die Antwort kam in Form eines klares „Ja“. Und so konnten die Macher der „Talentshow 2“, zum Schluss in inniger Umarmung die Anspannung von sich abfallen lassen. Alexander Schulze und Ansgar Borchert betonten, wie sehr sie die gesamte Veranstaltung als ein Teamprojekt begriffen haben und bedankten sich entsprechend bei allen Mitwirkenden.

Wir bedanken uns ebenfalls im Namen der ganzen Schulgemeinschaft ganz herzlich bei Ansgar und Alexander, dass sie soviel Herzblut und Zeit investiert haben, um diese Meag-Veranstaltung für uns alle auf die Beine zu stellen und hoffen, dass es eine Fortsetzung geben wird! (th)

s. a. https://www.abendblatt.de/region/norddeutschland/article215735731/Zwei-Jungs-mit-eigener-Talentshow.html

 

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